Um nach meinem Video auf Youtube die Geschichte der Homosexualität vollständig zumachen, hier ein ganz ernster und emotionaler Blogeintag.
Ich war nicht immer selbstbewusst:
Mit 14/15 habe ich angefangen über Sex und Liebe nachzudenken. Ich hab mich voll komisch gefühlt, weil alle meine Freunde schon einen weggesteckt hatten und ich noch immer Jungfrau war -.-
Viele Freunde hatte ich nicht, sondern nur ein paar, und das waren Mädchen. Aus diesem Grund dachten viele "Tommy ist schwul", was ich zu dem Zeitpunkt nicht war und nie sein wollte.
Dann habe ich mit 16 ein Mädel kennengelernt, die super nett war, sie hat in Braunschweig gewohnt und ich in Hannover. Wir waren insgesammt ca. ein Jahr zusammen, haben uns aber sehr selten gesehen. Es lief nie was (außer küssen und ich fand es GRAU-EN-HAFT ^^)
naja von da an war mir klar: "Scheiße, du wirst wohl doch schwul sein."
Immer versuchte ich mir einzureden, dass es nur eine Phase war und dass das wieder weggeht, aber nichts hat geholfen...es wurd immer stärker. Ich hatte so Angst mit Leuten darüber zu reden, weil ich nicht schwul sein wollte.
2008:
Mit 17 fingen meine Depressionen an und bin in ein tiefes Loch gefallen. Ich habe viel geweint und immer wieder über mein blödes Leben nachgedacht. Nie wollte ich schwul sein. Schwule mag keine und Schwule sind schlecht. Wie gerne wäre ich klein und fett oder körperlichbehindert gewesen, aber schwul sein, war für mich die größte Strafe. Immer mehr habe ich mich zurüchgezogen und Leute gemieden. Ich hatte mit der Welt abgeschlossen, denn schwul würde mich niemand lieben.
28.8.08:
Da ich bei meiner Stiefmutter im Altenheim ausgeholfen habe, war es mir ein leichtes, an starke Schmerz-, Betäubungs- und Schlafmittel zukommen, ohne dass es jemand bemerken würde.
Ich saß nun da, alleine in meinem Zimmer.
Ich saß nicht etwa in der Schule,...nein, die hatte ich an jenem Tag geschwänzt.
Meine Eltern würden erst um 16 Uhr nach Hause kommen und meinen leblosen Körper auf dem Buchenlaminat in meinem Zimmer finden. Es wäre zu spät für Reanimation, da ich schon um 09:00 Uhr die Tabletten genommen habe.
Lange saß ich in meinem Zimmer.
Die Tablettenpackungen auf der einen Seite, der elfseitige Abschiedsbrief auf der anderen.
Ich hab mich hübsch gemacht und meine besten Klamotten angezogen.
Alle Tabletten waren nun ausgepackt.
Ich hatte Angst.
Lange saß ich in meinem Zimmer.
Ich begann erst die Tabletten mit der geringsten Wirkung zu schlucken.
Eine Autotür knallt.
Wären meine Eltern an dem Tag nicht früher nach Hause gekommen....
Ich habe schnell alles in meinen Safe gelegt, den ich von meinem Onkel geschenkt bekommen habe. Ich habe mit keinem je darüber gesprochen*
An den folgenden Tagen hatte ich keine Zeit und nicht genug Mut mich nocheinmal der Situation auszusetzen.
Tage und Wochen vergingen.**
Wie du siehst, war ich nicht immer der selbstbewusste und starke Tommy, der ich jetzt bin.
Nach langem hin und her entschied ich mich dazu, meinen Freundinnen zu erzählen, dass ich glaube schwul zu sein. Ich bin so froh das ich das gemacht habe, denn es wurde so gut aufgenommen, dass ich genug selbstbewusstsein hatte, um mich bei dbna.de anzumelden. (dbna = du bist nicht allein). Da gibt es Hilfe und Kontakte von Experten zum Thema Homosexualität.
Da habe ich auch viele kennengelern, denen es ähnlich ging wie mir. Trotzdem wollte ich es NIEMALS meinen Eltern erzählen. In meinen Augen wäre es das schlimmste auf der Welt, wenn sie es erfahren hätten.
... sie haben es erfahren.
Ich hatte nicht bemerkt, dass meine Eltern zu hause waren, als ich meiner besten Freundin von einem tollen Jungen erzählt habe. Noch am selben Abend haben meine Eltern mich angesprochen, ob ich ihnen was zu sagen hätte.
Sie haben es recht gut aufgenommen. Klar kamen dumme Sprüche und Witze, aber das war mir egal.
Jetzt mit dem guten Selbstbewusstsein dachte ich, es könnte mir keiner mehr was anhaben, da ich mich verdammt stark gefühlt habe.
Ein paar Monate später:
Mein Arbeitgeber hat mich gekündigt, weil ich schwul war.
So etwas zu erfahren, haut nochmal in die Wunde rein, die noch nicht lange verheilt war.
Meine (erblich bedingten) Depressionen waren wieder da, stärker als beim ersten mal. Und zwar so so schlimm, dass ich einen Therapeuten aufsuchen musste. Mit 18 Jahren wurde ich aus der Obhut meines Artztes entlassen ... habe meinen Freund kennengelernt, meine Talent fürs Schauspiel entdeckt und bin mega selbstbewusst und fühle mich wohl so wie ich bin.
Ich hoffe ich konnte euch mit diesem kleinen, aber bedeutenden Eintrag meine Erlebnisse näherbringen.
Danke für die Aufmerksamkeit,
euer Tommy
*mein Freund weiß es mittlerweile, was ich durchgemacht habe.
** 2 Jahre Später habe ich mir genau am 28.08.2010 ein Tattoo stechen lassen.
Ein Herz und einen Stern im Nacken, um mich an die wichtigsten Dinge im Leben zu erinnern: Liebe und Freundschaft
Hier gehts zu Teil 2
Mittwoch, 13. Juli 2011
Sonntag, 19. Juni 2011
EYYY bist du schwul?
"Ey ich will dich ja nicht beleidigen, aber kann es sen, dass du schwul bist?" "Ja klar bin ich schwul." Das ist jetzt mit Sicherheit nicht die Antwort die der Fragensteller erwartet hätte, aber es ist war: Mädels da draußen sattelt die Pferde es wird geshoppt, denn der Tommy ist einer vom andern Ufer.
Mal ehrlich: Warum zum Henker werden Schwule und Lesben in der heutigen Gesellschaft immer noch behaldelt, als wären sie das aller letzte? Ich kann sowas ja mal gar nicht nachvollziehen. Klar ist es komisch auf der Straße zwei Männer Hand-in-Hand gehen zu sehen, aber solange sie sich nicht gegenseitig ablecken oder rumfummeln ist doch alles supi dupi oder nicht? Und ganz im Ernst ich will das rumgelecke von niemanden sehen, nichtmal von einem Heteropärchen. Sex und feucht fröhlicher Spaß gehören in die eigenen vier Wände und ob sie es da auf dem Bett oder auf dem Küchetisch machen, dass kann uns doch egal sein oder?
Oft erreichen mich Fragen, wie ich es denn schaffe, so mega selbstbewusst zu sein und wie ich so offen mit dem Schwulsein umgehen kann. Froinde ich kann euch sagen es war ein langer Weg zu dem Tommy der ich jetzt bin. Früher war ich schüchtern und wollte mir nicht eingestehen, dass ich schwul bin, aber jetzt ist es das normalste Thema der Welt. Ich bin schwul. Anfangs war es ein Fluch, weil ich es niemals sein wollte. Anfangs tat es weh das Wort "schwul" auch nur zu denken, geschweige denn es zu hören. Heute benutze ich das Wort regelmäßig.
Beispiele:
"Tommy hast Bock ins Favo zu gehen?" (Favo=Disco in meiner alten Heimat)
Tommy: "Nee lass ins Rockhous gehen. Favo ist irgentwie schwul"
Vielen ist es unangenehm, wenn sie in meiner Gegenwart das Wort "schwul" oder "Schwuchtel" benutzen, aber ich als selbstbewusster, hübscher, netter, attraktiver, süßer ...ok ich schweif vom Thema ab.... kann euch sagen: Es ist nicht schlimm solche Wörter zu benutzen!
BlogTV
Am besten find ich ja Loite bei BlogTV, die in den Chatroom reinkommen und Sachen schreiben wie:
"Du bist schwul" und dann ganz schnell wieder den Raum verlassen, damit sie nicht von meinen Türstehern gekickt werden (an dieser Stelle danke an meine Operatoren besonders an Timo und Nicole)
Was wollen die mit so einer Aussage erreichen? Soll ich jetzt weinen oder mich umbringen, weil die das gesagt haben? Nee im Gegenteil ich freu mich, dass die so schlau waren und es erkannt haben, dass ich nicht hetero bin.
Kann man ja auch gar nicht auf meinem Profil sehen, dass ich schwul bin, weil da nirgens ein Bild zu sehen ist, auf dem ich mich mit einem Jungen küsse.
Und nun zu denen, die schon immer einen schwulen besten Freund haben wollten, aber nie einen hatten.
Ihr verpasst was.
Denn es gint nichts besseres als einen schwulen besten Freund.
Wenn ein Mann einen schwulen Kumpel hat, kann der schwule Kumpel Fraue ansprechen und die beiden bekannt machen, denn fast jede Frau versteht sich mit dem warmen Bruder.
Wenn eine Frau einen schwulen Kumpel hat, kann der schwule Kumpel mit der Frau shoppen gehen, über Jungs reden, bei Beziehungsproblemen helfen, eine Pyjamaparty organisieren, in Sexshops gehe ohne blöd aufzufallen, halt all die Dinge im Leben tun die Spaß machen.
Solltest du schwul sein, dich aber nicht trauen dich zu outen, dann mach es erst recht, denn wer zu sich steht und viel Mut aufbringt sich zu Outen, der wächst und wird verdammt selbstbewusst. Solltest du dich nicht trauen kannst du mich gerne anschreiben, wenn ich dir weiterhelfen kann. Das gilt für alle Fragen zu dem Thema: Tommy hat immer ein Ohr für Betroffene und die die welche sein wollen.
Haut rein...Ihr SCHWUCHTELN
Mal ehrlich: Warum zum Henker werden Schwule und Lesben in der heutigen Gesellschaft immer noch behaldelt, als wären sie das aller letzte? Ich kann sowas ja mal gar nicht nachvollziehen. Klar ist es komisch auf der Straße zwei Männer Hand-in-Hand gehen zu sehen, aber solange sie sich nicht gegenseitig ablecken oder rumfummeln ist doch alles supi dupi oder nicht? Und ganz im Ernst ich will das rumgelecke von niemanden sehen, nichtmal von einem Heteropärchen. Sex und feucht fröhlicher Spaß gehören in die eigenen vier Wände und ob sie es da auf dem Bett oder auf dem Küchetisch machen, dass kann uns doch egal sein oder?
Oft erreichen mich Fragen, wie ich es denn schaffe, so mega selbstbewusst zu sein und wie ich so offen mit dem Schwulsein umgehen kann. Froinde ich kann euch sagen es war ein langer Weg zu dem Tommy der ich jetzt bin. Früher war ich schüchtern und wollte mir nicht eingestehen, dass ich schwul bin, aber jetzt ist es das normalste Thema der Welt. Ich bin schwul. Anfangs war es ein Fluch, weil ich es niemals sein wollte. Anfangs tat es weh das Wort "schwul" auch nur zu denken, geschweige denn es zu hören. Heute benutze ich das Wort regelmäßig.
Beispiele:
"Tommy hast Bock ins Favo zu gehen?" (Favo=Disco in meiner alten Heimat)
Tommy: "Nee lass ins Rockhous gehen. Favo ist irgentwie schwul"
Vielen ist es unangenehm, wenn sie in meiner Gegenwart das Wort "schwul" oder "Schwuchtel" benutzen, aber ich als selbstbewusster, hübscher, netter, attraktiver, süßer ...ok ich schweif vom Thema ab.... kann euch sagen: Es ist nicht schlimm solche Wörter zu benutzen!
BlogTV
Am besten find ich ja Loite bei BlogTV, die in den Chatroom reinkommen und Sachen schreiben wie:
"Du bist schwul" und dann ganz schnell wieder den Raum verlassen, damit sie nicht von meinen Türstehern gekickt werden (an dieser Stelle danke an meine Operatoren besonders an Timo und Nicole)
Was wollen die mit so einer Aussage erreichen? Soll ich jetzt weinen oder mich umbringen, weil die das gesagt haben? Nee im Gegenteil ich freu mich, dass die so schlau waren und es erkannt haben, dass ich nicht hetero bin.
Kann man ja auch gar nicht auf meinem Profil sehen, dass ich schwul bin, weil da nirgens ein Bild zu sehen ist, auf dem ich mich mit einem Jungen küsse.
Und nun zu denen, die schon immer einen schwulen besten Freund haben wollten, aber nie einen hatten.
Ihr verpasst was.
Denn es gint nichts besseres als einen schwulen besten Freund.
Wenn ein Mann einen schwulen Kumpel hat, kann der schwule Kumpel Fraue ansprechen und die beiden bekannt machen, denn fast jede Frau versteht sich mit dem warmen Bruder.
Wenn eine Frau einen schwulen Kumpel hat, kann der schwule Kumpel mit der Frau shoppen gehen, über Jungs reden, bei Beziehungsproblemen helfen, eine Pyjamaparty organisieren, in Sexshops gehe ohne blöd aufzufallen, halt all die Dinge im Leben tun die Spaß machen.
Solltest du schwul sein, dich aber nicht trauen dich zu outen, dann mach es erst recht, denn wer zu sich steht und viel Mut aufbringt sich zu Outen, der wächst und wird verdammt selbstbewusst. Solltest du dich nicht trauen kannst du mich gerne anschreiben, wenn ich dir weiterhelfen kann. Das gilt für alle Fragen zu dem Thema: Tommy hat immer ein Ohr für Betroffene und die die welche sein wollen.
Haut rein...Ihr SCHWUCHTELN
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